Kathrin Pietsch

Solution Lead (Product Owner)
notebooksbilliger.de AG

Persönlicher Studien-/Aus- & Weiterbildungshintergrund:

  • Bachelor of Arts in Kulturmanagement
  • Master of Arts in Business Management

Wie sieht ein typisches Projekt oder Aufgabe in Deinem Arbeitsalltag aus?

Piep, piep.. ich öffne im Halbschlaf die Augen. Egal wie spät es ist, für mich ist es immer zu früh, aber um 09:00 Uhr lockt der erste Termin. Also mache ich mich kurz frisch und bewältige den überschaubaren Fußweg zum heimischen Arbeitsplatz. Nach über zwei Jahren vorwiegend im Home-Office ist dieser mittlerweile gut ausgestattet. Maus, Tastatur, zwei große Monitore: Einer der Vorteile, wenn man wie ich in der IT arbeitet. Die Arbeit am Rechner funktioniert fast überall. 

Was ich genau mache? Ich bin Solution Lead (Product Owner). Anfangs haben die meisten meiner Freundinnen genauso aus der Wäsche geschaut wie du gerade. Daher verfalle ich direkt in den Erklärungsmodus: Die notebooksbilliger.de AG ist einer der größten deutschen Online-Shops für Elektronik. Klar, dass hinter dem ganzen Internetauftritt und der Logistik eine große IT-Plattform steckt. Zur besseren Organisation ist die gesamte IT in kleine „Spezial-Teams“ aufgeteilt. Das ist praktisch, denn Programme und Apps lassen sich auch relativ einfach in Features segmentieren. Die Entwicklung dieser Features wird so 1:1 von den einzelnen Teams übernommen. 

Als Solution Lead betreue ich eines dieser Teams bestehend aus sieben Entwickler*innen. Grundsätzlich sorge ich dafür, dass nicht alles in einem riesigen Chaos endet. Das fängt schon beim Gespräch mit meinem Chef an, dem COO. Er gibt die neuen Projekte vor und überträgt mir die Einschätzung. Aktuell arbeiten wir zum Beispiel an einem eigenständigen Shop nur für Geschäftskunden.

Du kannst dir vorstellen, wie viele Fragen schon vorab anfallen: Welche Anforderungen an den Shop haben die B2B-Kunden? Welche Abteilungen von uns sind bei der Umsetzung beteiligt? Wie schnell lassen sich die unterschiedlichen Anforderungen realisieren? Was hat dabei Priorität?
Daher heißt es für mich erstmal: Informationen sammeln, Gespräche führen, Anforderungen formulieren und alle Stolpersteine ordnen. Ist das erledigt und mit ein paar magischen Zutaten zu einem Konzept zusammengeschmolzen, geht es wieder ab zu meinem Chef, denn er muss die Umsetzung noch abnicken.
Du merkst schon, dass da eine ganze Menge Organisatorisches mitschwingt. Dabei ist das eigentliche Projekt noch nicht einmal gestartet.

Das geschieht jetzt. Ist alles freigegeben (Yeah!), geht es an die Aufgabenverteilung. Du hast vielleicht schon davon gehört. In der IT werden Aufgaben und Projekte oft agil in sogenannten Sprints erledigt. Das bedeutet eigentlich nichts anderes, als die kleinen Features in noch kleinere Aufgaben (=Tickets) zu zerlegen. So können diese von den jeweiligen Entwickler*innen mundgerecht übernommen werden.

Für jeden Sprint erstelle ich in unserer Projektmanagement-Software diese Tickets. Ich entscheide aber nicht allein, denn zum einen übernimmt die technische Planung zur Umsetzung der auch zum Team gehörende Tech Lead, zum anderen prüfen wir die Tickets gemeinsam als Team auf ihre Richtigkeit und den Aufwand. In der IT-Welt heißt das „Grooming Session“. Klingt trocken, schweißt aber als Team zusammen.

Ist das erledigt, startet die Ausführung der Sprints und somit stückweise die Umsetzung des Projekts. Du kannst dir denken, dass trotz sorgfältiger Vorbereitung nicht immer alles reibungslos läuft. Anforderungen an die Software ändern sich oder es kommen neue dazu. Der klassische Projekt-Alltag.

Parallel dazu kümmere ich mich um alle Abstimmungen, die mit anderen IT-Teams während der Projektphase vorgenommen werden müssen. Man könnte sagen, ich sorge Marvel-mäßig dafür, dass die Entwickler*innen im Tunnelmodus arbeiten können und alle Querschläger von mir so gut es geht abgefangen werden. Außerdem entscheide ich, was zuerst erledigt werden muss und halte alle zum Status Quo auf dem Laufenden.

Je nach Projektgröße kann es auch mal ordentlich rund gehen, wenn beispielsweise kurz vor dem Projektende vom Vorstand noch ein Änderungswunsch kommt. Sowas wie „könnt ihr nicht noch neue Herstellerseiten einbauen?“. Klar! 
Parallel zur Entwicklung neuer Funktionen stellen wir zudem sicher, dass der Live-Betrieb des Shops funktioniert… ja, Fehler 404 ist ein guter Bekannter von mir. 😉

Ich bin ehrlich: Natürlich ist die Arbeit manchmal anstrengend und stressig.  Gleichzeitig ist der Alltag so abwechslungsreich, dass die Zeit einfach verfliegt. Wir haben viel Spaß im Team und über die Abteilungen hinaus, zudem bin ich stolz auf die wichtigen und anspruchsvollen Aufgaben, die ich übernehme. Da ist es auch egal, ob ich es meinen Freundinnen in drei Sätzen erklären kann – oder nicht.
Bleibt noch die Frage, welcher Moment der Beste für mich ist? Ganz klar, wenn 
wir als NBB-Familie Erfolge feiern können und ich genau weiß… ein bisschen wichtig war ich dabei auch. 😉

Klingt interessant für dich? Das freut mich! Wenn dir eine Laufbahn im IT-Bereich vorschwebt, schreib mich gerne bei LinkedIn an und ich versorge dich mit weiteren spannenden Insights aus meinem Job.

#Teamspirit

Kathrin Pietsch

Welche drei Skills sind essenziell auf Deiner Position?

  • Organisationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit

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